8 der heiligsten Tiere der Weltreligionen (4 of 5)

6. Löwe (Buddhismus, Christentum)

Das Löwensymbol hat sowohl für Buddhisten als auch für Christen eine besondere religiöse Bedeutung, allerdings aus unterschiedlichen Gründen. In der buddhistischen Tradition schützt der Löwe den Buddha. Deshalb trifft man, wenn man buddhistische Tempel in China besucht, unweigerlich auf Löwenfiguren, die den Eingang bewachen. Westliche Besucher verwechseln diese Wächterfiguren oft mit Chow-Chows.

Im Christentum stehen Löwen für etwas, das man gleichermaßen bewundern und fürchten soll. So wird Jesus „der Löwe aus dem Stamm Juda“ genannt – ein Verweis auf seine königliche Abstammung – während der Teufel als „ein brüllender Löwe, der nach jemandem sucht, den er verschlingen kann“ beschrieben wird (1. Petrus 5,8). Ein ziemliches Paradox, oder?

7. Schakal (Altägypten)

Im alten Ägypten gab es ein Problem. Genauer gesagt: ein Schakalproblem. Die Alten glaubten, der Körper müsse für das Jenseits erhalten bleiben, deshalb mussten sie entsetzt gewesen sein, wenn Schakale verwesende Leichen auf Friedhöfen ausgruben. Die Lösung bestand darin, eine Lücke in dieser Regel zu finden: Man begann, den schakalköpfigen Gott Anubis zu verehren, der dafür sorgen sollte, dass die Toten korrekt ins Jenseits begleitet wurden, noch bevor ihre Körper ausgegraben werden konnten.